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BABALORIXA ANDERSON
DE OXALA

Der brasilianische Candomblê-Priester und Menschenrechtsaktivist kommt nach Europa und wird von 9 bis 19 Juli 2015 in Österreich sein.

4.7. Frankreich, Nizza: Symposium im MAMAC:
5 .7. Frankreich, Nizza: Festa de Yemanja, Cortejo pela Paz

Österreich
9.7: Linz, Kulturzentrum Hof: Mythologie der Orixás & Respekt der Diversität
11.7: 17.30-18.30: Radio Orange
13.7: Wien, Weltmuseum - 17:00 Die Mythologie der Orixás – afro-brasilianische Legenden für Kinder
13.7. Wien, Weltmuseum - 18:30: Die afro-brasilianische Kultur und ihre Traditionen: Orixás, Manifestationen der Natur
16.7 – 19.7 Kasumama Afrika Festival. tägl. 11:00 – 12:00
Candomblê: gelebte Geschichte, Selbstermächtigung und Spiritualität

 

 

BabalorixÁ Anderson de OxalÁ in Österreich

Es werden verschiedene Vorträge und Aktivitäten angeboten, auch persönliche Beratungen (Ifá, Muschelorakel) können vereinbart werden. Detaillierte Infos weiter unten

9.7.2015 : Kulturhof, Linz
Kulturzentrum HOF, Ludlgasse 16, 4020 Linz- Eintritt Spende, uhrhzeit tba
DIE MYTHOLOGIE DER ORIXÁS – Kultur des respekts und der DiversitÄt
Auf Einladung der Tänzerin und Kulturvermittlerin Claudia Lima wird Babalorixá Anderson in die afro-brasilianische Kultur einführen und anhand der Mythologie der Orixás aktuelle Fragen zu Respekt zwischen unterschiedlichen Kulturen und Religionen mit dem Publikum diskutieren.
Beschränkte TeilnehmerInnenzahl: Anmeldung bei claudialima(at)gmx.at oder info(at)globalista.info unbedingt erforderlich!
Vortrag Brasil. Portugiesisch, Übersetzung auf Deutsch

13.7.2015 : WELTMUSEUM
SEMINARRAUM DG 41, Wien 1, Heldenplatz, Eintritt frei
In Kooperation mit der brasilianischen Botschaft und dem Weltmuseum
Danach informelles Zusammensein, kleines Buffet


17:00 - 18:00 DIE MYTHOLOGIE DER ORIXÁS – AFRO-BRASILIANISCHE LEGENDEN FÜR KINDER
Babalorixa Anderson erzählt Geschichten aus Afro-Brasilien: da geht es um die Abenteuer des großen Königs Xango, die vielen Kinder der Meeresgöttin Yemanja, die Reisen des Jägers Oxossi oder die Aufträge des Regenbogengottes Oxumaré, der ein halbes Jahr Mann, ein halbes Jahr Frau ist…
Erzählung auf Brasil. Portugiesisch, Übersetzung Deutsch

18:30 - 20:00 DIE AFRO-BRASILIANISCHE KULTUR UND IHRE TRADITIONEN: ORIXÁS, MANIFESTATIONEN DER NATUR
Vortrag von Babalorixá Anderson, mit einer kulturanthropologischen Einführung von Mag.a Silvia Jura.
Einleitende Worte und Begrüßung von Dr.in Claudia Augustat , Leiterin der Südamerika Sammlung Weltmuseum


In einer kurzen Einführung wird Silvia Jura Grundlagen und Philosophie der afro-brasilianischen Religion Candomblê erläutern und im historischen Kontext darstellen. Babalorixa Anderson geht im Folgenden aus theologischer Sicht auf die gelebten Traditionen, Rituale und Interpretationen ein, setzt sich mit der Bedeutung der Orixás für die Menschen auseinander, geht auf die Naturverbundenheit des Candomblês ein.
Ein besonderer Aspekt ist der interreligiösen Friedensarbeit des Candomblês gewidmet.

16.7 – 19.7 KASUMAMA AFRIKAFESTIVAL

BUEN VIVIR - DORFGESPRÄCHE AM OPEN STAGE :
CandomblÊ - gelebte Geschichte, SelbstermÄchtigung und SpiritualitÄt
täglich 11:00 – 12:00

Babalorixa Anderson: Candomblê, das ist Afro-Brasiliens Vergangenheit und Gegenwart, Religion und Widerstand, Geheimgesellschaft, Großfamilie und Kulturträgerin. Es ist ein politisch-philosophischer Weg in Spiritualität, Netzwerkarbeit und Solidarität, eine Begegnung mit dem Ich, der Gesellschaft, Gottheiten und der Natur, mit Ritualen voller Trance, wo Trommeln und Tanz den Weg zu einem universell gedachten Frieden weisen. Ein Weg der Diversität und der vollständigen Gleichstellung - Geschlecht, Sex, Hautfarbe, Alter, Glauben…
Babalorixá Anderson de Oxalá, spiritueller Leiter des Terreiro Obatalandê in Lauro de Freitas / Bahia, bietet in seiner Vortragsreihe eine Einführung in die afro-brasilianische Religion und ihre Traditionen, erzählt von den Orixás und deren Ursprungsmythen, erklärt das Ifá, das heilige Orakel. Gleichzeitig wird auch der politische Kampf des „Povo de Santo“, der AnhängerInnen afro-brasilianischer Religionen gegen religiöse Intoleranz und Rassismus herausgearbeitet, Spiritualität wird in einem gesamtheitlichen Kontext, auch mit Blick auf die sozio-kulturelle Inklusions- und Bildungsarbeit dargestellt.
Die Gespräche werden von Silvia Jura, Kultur- und Sozialanthropologin moderiert und ins Deutsche übersetzt.
Eine Buen Vivir Initiative von globalista

BABALORIXA ANDERSON DE OXALA

Er ist spiritueller Liter des Terreiro Obatalandê in Lauro de Freitas / Bahia, einer in Ketu-Tradition stehenden Candomblê-Gemeinde. Die Ketu Tradition gilt als sehr traditionsgebunden, die ursprünglich westafrikanischen, aus Nigeria stammenden Elemente werden gepflegt und perpetuiert. Sein Haus hat bereits hohes spirituelles Prestige, er selbst gilt als einer der wichtigen, jungen Repräsentanten des Candomblês, und ist bereits seit 21 Jahren initiert. Das von ihm angebotene Muschelorakel Ifá, das den Wunsch und Rat der Gottheiten an die Fragenden im Muschelspiel vermittelt, wird Brasilienweit geschätzt.

Babalorixa Anderson de Oxala ist einer der Initiatoren des Marsches gegen religiöse Intoleranz, engagiert sich auf institutioneller Ebene im Kampf gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung der afro-brasilianischen Bevölkerung. Er legt besonderen Wert auf die soziale und kulturelle Komponente seiner Arbeit, die Verbreitung und den Erhalt der afro-brasilianischen Kultur, den Aufbau einer selbstbewussten lokalen Gemeinde. Er ist Mitglied im Nationalen Forum der Afro-Brasilianischen Religionen sowie der Nationalen Koordinierungsgruppe der Afro-deszendenten Gruppen, Leiter des Nucleos für Afrikanität und Vertreter des CEN von Lauro de Freitas.

WAS IST CANDOMBLÊ?

Candomblê kann als Matrix der afro-brasilianischen Religionen verstanden werden, es ist verwandt mit Umbanda und Macumba, mit der kubanischen Santaria und dem haitianischen Voodoo. In Brasilien ab dem 17. Jahrhundert als afrikanischste aller Religionen entstanden, ist der Candomblê Synthese und Synkretismus verschiedener afrikanischer Religionen, unter Einbindung der indigenen Geisterwelten. Ein vordergründiger Synkretismus mit dem Katholizismus, bzw. den katholischen Heiligen, besteht.

Candomblê war für die versklavten AfrikanerInnen die Türe in eine geheime Solidarität, der Wiederaufbau der Würde ebenso wie eine gemeinsame, spirituelle und rituelle Sprache. Im Candomblê wird die afrikanische Geschichte erzählt, das Wissen um die Orixás, deifizierte AhnInnen, Archetypen der Menschheit, Naturgottheiten, weitergegeben, der Bezug Mensch / Natur / Orixá gepflegt, die persönliche Verbundenheit ausgearbeitet.
Das heilige Orakel Ifá bietet Hilfestellung und vermittelt Rat und Willen der Gottheiten. Tanz, Trommeln und vielfältige Rituale sind Teil der Zeremonien. Den Yalorixas und Babalorixas, Priesterinnen und Priestern obliegt es, diese Verbindung in Ritualen herzustellen und die Botschaften der Orixás im heiligen Orakel Ifá zu empfangen und weiterzugeben.

Gefährliche GEGENSPIELER: EVANGELIKALE FUNDAMENTALISTEN

In Brasilien breitet sich in den letzten Jahren ein beängstigender, religiöser Fanatismus aus, gekennzeichnet durch Hetzreden radikaler Pastoren, gelebte Intoleranz, Gewalt bis hin zu Glaubensmorden. So schockierte im Juni 2015 eine Serie von Übergriffen ganz Brasilien. Erwähnt seien hier der Mord an dem spiritistischen Medium Gilberto Arruda im Zentrum Lar de Frei Luiz in Rio, die versuchte "Steinigung“ eines elfjährigen Mädchens, das gerade vom Candomblê kam, die brutale Diffamierung, mit Psychoterror vor der Haustüre verbundenen „Exorzismusritualen“, die zum Infarkttod von Mãe Dede de Iansã in Camaçari führten… Dazu kommen die laufende Zerstörung von Kultobjekten in Umbanda- und Candomblê-Häusern, genauso wie in katholischen Kirchen, homphobe Übergriffe ergänzen den Terror, in manchen Favelas in Rio wurde durch die zu Jesus konvertierten Drogenbosse ein Verbot des Candomblês und der Umbanda ausgesprochen…
Brasiliens zweitgrößter TV Sender, TV Record, im Eigentum der Igreja Universal, ist darin nicht unbeteiligt, doch die Tele-Pastoren besetzen mit ihren Hassreden auch andere Sender. Obwohl sich viele evangelikale Freikirchen von der religiösen Gewalt distanzieren, ist der Grundtenor erschreckend. Im Parlament hat die „Bancada Evangelica“, die evangelikale Lobby, einen starken Fürsprecher im Parlamentspräsidenten Eduardo Cunha, der Intoleranz als höchstes Gut verteidigt. Die Igreja Universal verfügt bereits über eine eigene Miliz, die „Gladiatoren des Altars“. Die Evangelikalen Freikirchen zählen ca. 42 Millionen Anhänger in Brasilien, ihre Zahl ist ständig im wachsen.

 
Links  
Terreiro Obatalande facebook.com/babalorixaanderson.argolo/media_set
Babalorixa Anderson facebook.com/babalorixaanderson.argolo
Artikel www.silvias.net
interview Birgit Fritz / Südwind Magazin www.suedwind-magazin.at
   

 

 
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